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Angefangen hat alles mit einer Vision: Dem damaligen Solocellisten der Münchner Philharmoniker, Heinrich Klug, schwebte vor, eine Art "Amalgamierung" zwischen Philhar-
monikern und Konzertbesuchern herbeizuführen.
Wenn die vielen, zum Teil intensiv kammermusikalisch agierenden Abonnenten Gelegenheit fänden, orchestrale Werke durch eigenes Erarbeiten und mit Hilfe von Musikern der Münchner Philharmoniker kennenzulernen, müsste das die Bindung des Publikums an die Philharmoniker verstärken.

Seit Anbeginn, das heißt seit 1988, leitet Heinrich Klug das Orchester, das sich aus Abonnenten und Mitgliedern des "Freundeskreises" der Münchner Philharmoniker zusammensetzt. Viele Spieler sind seit der ersten Stunde dabei. Diese Kontinuität ermöglichte im Laufe der Jahre die Entstehung eines spezifischen Orchesterklangs, auf den sogar Sergiu Celibidache freudig überrascht reagierte.

Mit der Gründung sind drei Anliegen verwirklicht worden:

  1. Neben symphonischen und solistischen Werken aus Klassik und Romantik auch zeit-
    genössische Kompositionen aufzuführen, um mehr Verständnis für Neue Musik zu wecken. Besonderes Interesse gilt auch Ausgrabungen aus dem umfangreichen Archiv der Münchner Philharmoniker.
  2. Jungen Komponisten und begabten Instrumentalisten die Möglichkeit zu bieten, erste Erfahrungen vor großem Publikum zu sammeln, damit sie überprüfen können, ob ihre Pläne mit ihren musikalischen Fähigkeiten im Einklang stehen. Auf diese Weise konnten lange vor ihrem "großen Durchbruch" Jörg Widmann, Minas Borbou-
    dakis, Julia Fischer und Herbert Schuch vor dem Münchner Publikum auftreten und sich einen Namen machen.
  3. Die Zusammenarbeit von Berufsmusikern und Laien zu fördern: Die Philharmoniker, die mit den Mitgliedern des Abon-
    nentenorchesters musizieren, sei es als Konzertmeister oder als Solisten, kommen nicht nur zu Generalprobe und Konzert, sie nehmen auch an den regulären Arbeitsproben teil, so dass die Werke tatsächlich in gemeinsamer Arbeit entstehen.


Die enge Verbindung von Orchester und Zuhörern ist einmalig. Sie schafft eine besondere Atmosphäre des Respektes und der Solidarität zu "unseren Freunden", den Münchener Philharmonikern.